Kategorie «Gesellschaft»
Standhaft für Frieden
Ich finde es unglaublich, was Michael von der Schulenburg kürzlich in Berlin bei der «Eurasien Gesellschaft» aus dem EU-Parlament berichtete. Demnach wird ihm, wenn er sich in seiner einmütigen Redezeit für mögliche Verhandlungen im Ukraine-Krieg ausspricht, entgegengerufen, er solle sich schämen. Oder noch schlimmer: Seine Familie müsse sich für ihn schämen.
In der letzten Zeit
Ich gestehe, ich habe eigentlich genug von all den Nachrichten und Meldungen über den täglichen Wahnsinn in unseren Ländern und in der Welt. Über den Irrsinn, den Politiker verursachen, die gefangen sind in Hass und Hysterie, in Irrationalität und Realitätsblindheit.
Zigtausende für Frieden in der Ukraine und gegen Waffenlieferungen
Mit einer Kundgebung in Berlin setzten die Initiatoren und Unterzeichner des „Manifestes für Frieden“ um Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer am 25. Februar ein Zeichen gegen die Eskalation des Krieges in der Ukraine. Doch nicht alles, was von der Bühne kam, blieb ohne Widerspruch. Und manches ignorierte die längst existierende Friedensbewegung.
Wissenswertes 12: Über die hoffnungslos überforderte Politik
Der Kommunikationswissenschaftler Claus Eurich hat sich in seinem 1991 erschienenen Buch „Die Megamaschine“ mit dem „Sturm der Technik auf das Leben und Möglichkeiten des Widerstandes“ beschäftigt. Was er vor 30 Jahren analysierte, beschrieb und schlußfolgerte ist heute so aktuell wie damals. Eurich beschreibt gesellschaftliche Grundprozesse, die sich auch in der politisch motivierten Covid-19-Pandemie zeigen.
Wie Krieg nach innen und außen vorbereitet wird – Kongress über Rolle der Wissenschaft
Einen kritischen Blick auf die Rolle der Sozialwissenschaft in der Gesellschaft hat ein mehrtägiger Kongress in Berlin geworfen. Dabei hat die Frage, warum Wissenschaft immer wieder Herrschaft stützt statt sie zu kritisieren, im Mittelpunkt gestanden. Gleichzeitig haben Vorträge gezeigt, wie Wissenschaft ignoriert wird, um Kriege zu begründen.
„Elitenreport“ – Alles nur Aufsteiger von ganz unten?
Wer sich anstrengt und für die Karriere alles macht und aufgibt, schafft den Aufstieg. Diese kapitalistische Legende pflegt ein neues Buch über die Eliten. Danach hat auch Aufstiegschancen, wer von unten kommt. Die Autoren haben Zugang zu den Eliten und sehen sie durchaus nicht unkritisch. Sputnik hat mit Ko-Autorin Bettina Weiguny gesprochen.
Militärhistoriker Wette: „Wir müssen den Ernstfall Frieden lernen!“
Lässt sich in diesen Zeiten der Kriege und der Konfrontationen vom „Ernstfall Frieden“ reden und schreiben? Dem Militärhistoriker und Friedensforscher Wolfram Wette ist das Dilemma klar. Gerade deshalb hat er im vergangenen Jahr ein Buch unter genau diesem Titel veröffentlicht. Wette hält es besonders heute für wichtig, darüber zu reden.
Über Zehntausend bei traditioneller Luxemburg-Liebknecht-Demo in Berlin
Etwa 12 000 Menschen haben am Sonntag in Berlin an der traditionellen Demonstration zum Gedenken an die 1919 ermordeten Kommunisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht teilgenommen. Die Zahl nannten die Organisatoren der weitgehend friedlichen Demo über die Frankfurter Allee zur „Gedenkstätte der Sozialisten“ in Berlin-Friedrichsfelde.
Mit Hilfe von links: Wie Political Correctness von Ausbeutung und Verelendung ablenkt
Der österreichische Philosoph Robert Pfaller hat kein persönliches Problem mit Political Correctness und Gender Studies. Er kritisiert sie dennoch deutlich in seinem neuen Buch „Erwachsenensprache – Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur“. Aus seiner Sicht wird mit derlei Nischenpolitik von den Folgen neoliberaler Verelendung abgelenkt.