Der (un)aufhaltsame Untergang der Ukraine
Selenskyjs Ex-Sprecherin will den Krieg beenden, den der Westen fortsetzen will – mit fatalen Folgen für die Ukraine
Geschriebenes zum Nachlesen – von Tilo Gräser
Selenskyjs Ex-Sprecherin will den Krieg beenden, den der Westen fortsetzen will – mit fatalen Folgen für die Ukraine
Ukrainische und deutsche Militärs verbindet der „ewige Feind“ Russland
Was für ein Schauspiel wurde uns da am Freitag live im Weißen Haus geboten: US-Präsident Donald Trump und sein Vize James D. Vance liefern sich mit dem Kiewer Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Wortgefecht, dass mit dem Abbruch des Treffens endet.
Kiews Präsident Selenskyj will keinen Waffenstillstand, wie er beim Treffen mit US-Präsident Trump am Freitag erklärte. Während er den Krieg fortsetzen will, «um Putin zu stoppen», will Trump das Sterben in der Ukraine beenden. Die unterschiedlichen Positionen führten zum historischen Eklat.
Ich finde es unglaublich, was Michael von der Schulenburg kürzlich in Berlin bei der «Eurasien Gesellschaft» aus dem EU-Parlament berichtete. Demnach wird ihm, wenn er sich in seiner einmütigen Redezeit für mögliche Verhandlungen im Ukraine-Krieg ausspricht, entgegengerufen, er solle sich schämen. Oder noch schlimmer: Seine Familie müsse sich für ihn schämen.
Ich gestehe, ich habe eigentlich genug von all den Nachrichten und Meldungen über den täglichen Wahnsinn in unseren Ländern und in der Welt. Über den Irrsinn, den Politiker verursachen, die gefangen sind in Hass und Hysterie, in Irrationalität und Realitätsblindheit.
Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser füllt inzwischen mit seinen Vorträgen große Hallen wie sonst nur Popstars. Doch was er sagt und schreibt stört anscheinend jene, die er kritisiert. Deshalb wird versucht, seine Veranstaltungen zu verhindern und Ganser in Misskredit in der Öffentlichkeit zu bringen. Dazu und über den Ukraine-Krieg hat „Hintergrund“ mit dem Historiker und Friedensforscher gesprochen.